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assige Nachbarn IV

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Sommerzeit und offene Balkontüren heißt hier für mich leider auch, dass der direkte Terassen-Nachbar (im Blog schon erwähnt hier und hier und vor allem hier) seine Musik wieder so laut aufdreht, dass ich sogar schon Klagen aus den Häusern unterhalb unserer Straße gehört habe. Ich hab ihn zwar im letzten Sommer schon öfter gebeten es leiser zu stellen, aber viel genützt hat es nie was und ich will mich auch dann - feige wie ich bin - nicht wirklich mit ihm anlegen. Man muss allerdings dazu sagen, dass seine Musik-Auswahl wenigstens ganz ok ist.
Naja, heute Abend war es schon wieder hart an der Grenze, da kommt er auf die Wiese und fragt, ob es ok wäre, wenn er gleich für ein Lied mal richtig aufdreht. Oh, wie nennt er denn das, was er sonst so macht? hab ich mich gefragt. Ok, meine Zustimmung gegeben und ihn drum gebeten, es danach aber leiser zu stellen. Vielleicht kann ich dann auch mal in Ruhe auf meinem Balkon lesen oder eben MEINE Musik hören.
Fünf Minuten steht er wieder da und sagt: „Willst du mal was Lustiges hören?“ Leicht genervt drehe ich mich zu ihm und er sagt: „Gerade war die Polizei hier, weil sich jemand über die laute Musik beschwert hat!!!“ Ok, DAS fand ich wirklich lustig, aber sicher anders, als er es sich gedacht hab *g*. Ich hab also an mich gehalten und nicht laut losgelacht. Und ihm zum wiederholten Mal versucht zu erklären, dass seine Musik wirklich zu laut ist, dass es mich auch oft nervt und dass er im Sommer die Musik eben nicht so aufdrehen kann.
Wirklich eingesehen hat er es aber immer noch nicht und jammert immer noch drüber, dass die anderen Nachbarn denn so „un - nachbarschaftlich“ sind und direkt die Polizei rufen anstatt mit ihm zu reden. Dass er es mit seiner Lautstärke auch nicht gerade „nachbarschaftlich“ handelt, sieht er einfach nicht ein. „Ja, aber ist doch klar, dass man das hört, wenn alle Türen auf sind“, sagt er. Eben! Aber er rafft es echt nicht. Mal sehen, was das noch gibt in diesem Sommer. Aber dass da jemand die Polizei gerufen hat, finde ich echt klasse.

Und jetzt war er wohl so gelangweilt und gefrustet, dass er mir erst mal wieder ein Gespräch aufnötigt und mich von so Wichtigem wie über ihn bloggen *g* abhält und mich über anfängt auszufragen. Aber meine einsilbigen Antworten haben ihm dann wohl schnell verklickert, dass ich nicht groß mit ihm reden will.
So was ist halt der Nachteil, wenn man ebenerdig zum Gemeinschafts - Grünfläche wohnt und er somit bis direkt zu mir auf die Terrasse und Balkontür kommen kann. Und ihm das auch noch direkt zu verbieten geht ja auch schlecht, denn er benimmt sich ja eigentlich immer ganz korrekt. Labert aber eben nur viel Müll den ganzen Tag. Und ein bisschen unheimlich ist er mir meist schon auch irgendwie. Wer schon nachts heimlich Bäume abholzt... Ok, das konnten wir ihm nie nachweisen, aber alle möglichen Nachbarn hatten ihn damals in Verdacht. Ich besonders, weil er mir beim ersten heimlich abgeholzten Baum erzählt hat, wie toll es doch ist, dass der Baum nicht mehr steht, weil dann keine Flug-Kakerlaken mehr in die Wohnung kommen können ?!?!? Und lauter so Zeug. Und das direkt in meiner Nachbarschaft. Man hat’s schon echt nicht leicht. Aber immerhin erlebt man auch immer was ;-)

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