kanyas welt

Weblog von Katrin Heins


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Montag, 2. April 2007

Es ist bewiesen...

Seit gestern Nacht ist es also bewiesen. Die Zeit ist umkehrbar. Es ist nie zu spät, seine Träume zu erfüllen. Da kann man 43 sein, seit 10 Jahren nicht geboxt haben - trotzdem: Es ist noch immer möglich, die größte Niederlage in den größten Sieg zu verwandeln. Die Rede ist - natürlich - von Henry Maske. Natürlich ist Boxen schrecklich. Kein Mensch guckt sich gern an, wie sich andere Menschen verprügeln. (Oder doch?) Aber dieser Kampf war anders. Dagegen wirkte Stefan Raabs Showgetue gegen Regina Halmich (nichts für ungut) wie eine schale Vorspeise. Denn wenn Henry Maske boxt, geht es nicht ums Boxen. Dieser Kampf gestern war nur zufällig ein Boxkampf. Denn eigentlich war es eine Ermutigung an jeden. Stell Dich Deiner Niederlage. Sieh ihr ins Auge und schlag sie nieder. So einfach ist das. Und wenn er verloren hätte? Naja, dann hätte er es wenigstens versucht. Wäre ja auch schon was gewesen.

 Ob gestern Michael Kutzop zugeschaut hat? Sie wissen nicht mehr, wer das war? Okay, Sie kommen nicht aus Bremen. Sonst wüssten Sie es - garantiert. Michael Kutzop hat anno 1986 mit seinem vergebenen Elfmeter geben Bayern München Werder Bremens Meisterschaft verspielt. Er war ein guter Fußballspieler. Ein Mann, der tat, was getan werden musste. Nur eben einmal nicht, als es drauf ankam.

That's life? Oder: Probiers noch einmal, Michael! 

von: kanya in: kanyas welt

Freitag, 19. Januar 2007

Sommer??? Sommer???

Sommer war es, als ich das letzte Mal hier schrieb. Jetzt ist es nicht Winter. Eigentlich wäre es Winter, aber in diesem Jahr, scheint der Winter auszufallen. Es ist mehr ein nicht enden wollender Herbst mit kleinen Frühlingsschubsern zwischendrin. So vor zwei Tagen, als die Luft trügerisch lau wurde, ganz leichter Wind im Haar, Sonnenkitzeln auf der Haut, Vögelzwitschern im Ohr. Einen Tag später dann der Sturm der Stürme. Klimawandel in aller Munde, aufgeregt, hysterisch, unfundiert.

Weiterschreiben in den nächsten Tagen hier? Wer weiß? Schaun mer mal, sagt doch unser Kaiser immer so schön...

von: kanya in: kanyas welt

Dienstag, 18. Juli 2006

Sommer

Sommer... Sommerpause... Entspannung. Gelassenheit. Sonne, leichter Wind auf der Haut, träge Sinnlichkeit. Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch und nach so langen Wochen die ignorante Gewissheit, dass es bis Oktober so bleiben wird...

von: kanya in: kanyas welt

Sonntag, 16. Juli 2006

Zeugung

Es war gestern solch ein mystischer Moment, die Zeugung einer Gestalt, ein geisthaftes Wesen, das sich nun in mir aufhält. Ich versuche, ihm ein Haus zu bereiten, in dem es sich einrichten mag, in dem es sich verdichten kann. Ich spüre in mich hinein, ob es schon etwas zu betrachten gibt an ihm, aber nur vorsichtig, um es mit meinen neugierigen Blicken nicht zu stören. Es ist ein willkommener Gast, es ist ein erregendes Gefühl, solch einen Gast zu beherbergen. Ich spüre, dass er ein ganz besonderer Gast ist, der mir sehr wertvoll werden wird. Ich habe auch Angst, dass es ihm bei mir nicht gefallen könnte, dass er weiter zieht, ohne Spuren zu hinterlassen. Ich spüre diese Angst, aber ich bitte um Zuversicht, das scheint mir die angemessenste Haltung.

Allein dieser Moment seiner Zeugung ist es wert, bewahrt zu werden, diese plötzliche Erkenntnis, dass etwas passiert, dass zwei, drei Gedanken, Bilder sich vereinen, zu einer Gestalt werden. Ich spürte, dass etwas Besonderes passiert ist, ich wusste sofort, dass es eine Gestalt war, die sich entzündet hat. Ein kostbarer Moment der Inspiration.

von: kanya in: weg

Samstag, 15. Juli 2006

Welt und Bild

Die Welt, aber auch die Menschen erfassen wir in mehr oder weniger festen Bildern. Solange Welt und Bild im Einklang sind, scheint alles gut, geordnet. Wir fühlen uns sicher. Aber plötzlich gibt es Situationen, da zeigt sich, dass die Welt, die Menschen anders sind als das Bild, das wir von ihr, von ihnen haben. Es tut sich ein Riss auf, ein Blick ins Leere, plötzlich spüren wir, dass die Welt, die Menschen kein Teil von uns, kein Bild, sind, sondern etwas eigenes, im Grunde ganz und gar unverständliches. Ich kann nur das Bild verstehen, dass ich von der Welt habe, aber keinesfalls die Welt selbst. Und ich kann die Menschen, die mich umgeben, nicht verstehen, kann nur in den Bildern, die ich von ihnen habe, Teile von mir selbst wiederfinden. Meist funktioniert das, meist gelingt es, auf dieser Ebene zu kommunizieren, aber die Grenzen dessen sind eng gesteckt, und manchmal braucht es nicht viel, mich das spüren zu lassen. Es verstört, wenn ein Mensch, den ich zu kennen glaubte, mir plötzlich ganz fremd entgegentritt. Aber es ist nicht seine Schuld, so wenig wie meine, es ist nur die Beschränktheit meiner Wahrnehmung, die mich erschreckt.
von: kanya in: kanyas welt

Mittwoch, 12. Juli 2006

"Kind schließt sich ein" (Überschrift aus dem Weser-Kurier vom 11. Juli 2006) / Version 2

Sie macht das wirklich cool, dachte Max Degrand. Wirklich cool. Das hatte er Mandy nicht zugetraut, dass sie das so cool machen würde.

Er verlagerte vorsichtig das Gewicht vom rechten auf das linke Bein. Er passte auf, dass er kein Geräusch dabei machte, unsichtbar blieb. Er war zu weit entfernt, um ihre Stimmen zu hören, war darauf angewiesen, ihre Handlungen, ihre Gesten zu interpretieren.

Mandy tat ganz hysterisch. Der junge Polizist sah hilflos zu seiner Kollegin, damit sie Mandy beruhigte. Die Polizistin aber zuckte mit den Schultern, ging hinüber zum Streifenwagen, sprach ins Funkgerät. Der Polizist ging einen Schritt auf Mandy zu, legte seine Hand auf ihre Schulter, ganz vorsichtig, als sei Mandy eine heiße Herdplatte.

Das Kind konnte Max nicht sehen. Das schwitzte im Auto.

Er fasste sich an die Hosentasche, betastete den Ersatzschlüssel.

Die Polizistin trat an das Auto, sie fasste an den Türgriff, riss daran, aber natürlich bekam sie die Tür nicht auf. Sie sah zu ihrem Kollegen, tu doch was, schien ihr Blick zu sagen, typisch Frau, dachte Max, erst wollen sie alles selber können, und wenn sie es dann doch nicht können, dann sollen die Männer es richten. Schließlich sprach sie beruhigend auf das Kind ein, das im Auto schwitzte. Das hört dich doch sowieso nicht, wollte er ihr zurufen, im letzten Moment fiel im ein, dass er ja nur der Beobachter war, der Strippenzieher.

Mandy blickte zu ihm herüber. Sie wird doch wohl nicht schwach werden, dachte Max, wusste ich doch, dass sie es nicht packt. Er zog sich zwei Schritte tiefer ins Gebüsch zurück, dabei war er sich sicher, dass ihn keiner sehen konnte.

Mandy stieß den Polizisten von sich, riss die Frau vom Fenster weg, rüttelte selbst an der Tür. So eine verdammte Schauspielerin, dachte Max, sieht richtig echt aus, die aufgelöste Mutter, die besorgte Mutter.

Er hatte gar nichts gegen das Kind, obwohl es nicht seins war. Manchmal vergaß er das sogar, wenn das Kind auf ihm herumkrabbelte, wenn er es kitzelte, bis es zu weinen begann. Er wusste nicht, wer der Vater war. Mandy sagte, sie wüsste es selbst nicht, aber das glaubte er nicht. Der Mann, der die Alimente zahlte, war es jedenfalls nicht. So ein Idiot, dachte Max oft, lässt sich einfach ein Kind unterjubeln. Wenn er nicht mehr mit Mandy zusammen sein würde, würde er ihm das stecken, das hatte er sich längst vorgenommen. Jetzt natürlich nicht, jetzt hatte er ja was von dem Geld.

Ein zweiter Streifenwagen kam mit Martinshorn angefangen. Eine richtige Menschentraube hatte sich um Mandy und die Polizisten und das Auto gebildet, trotz der Hitze. Die neuen Polizisten kamen kaum durch, sie stiegen aus dem Wagen und drängten die Schaulustigen weg. Das da keiner ist, der einfach die Scheibe einschlägt, dachte Max. Wer das wohl bezahlen würde, wenn jemand die Scheibe kaputt machte. Aber sie hatten wohl Angst, das Kind zu verletzen oder zu erschrecken, dann schwitzte es wohl noch nicht genug.

Jetzt sah Mandy schon wieder herüber, würde sie nun doch die Nerven verlieren. Sie hatte das nicht glauben wollen, dass sie nicht durchhalten würde. Ich tu alles, was du von mir willst, hatte sie gesagt. Sie glaubte, das müsste so sein, sie wusste nicht, dass ihn das auf Dauer ankotzte. Vielleicht schon bald, dass er seine Sachen packte. Dass er zu dem Schwächling gehen würde, der sich für den Vater von dem Kind hielt. Einmal im Monat kam er, um den Kleinen zu sehen, nahm ihn im Kinderwagen mit nach draußen, schob ihn darin herum, zwei Stunden, drei Stunden, kam zurück mit so einem seelig-blöden Grinsen im Gesicht. Fast hätte Max es ihm schon vor zwei Wochen gesteckt. Guck doch mal hin, hätte er fast gesagt, das sieht doch ein Blinder, dass das nicht deins ist..

Ein drittes Auto fuhr heran, ein Mann stieg aus im Overall, mit einem Werkzeugkasten. Jetzt ging es also zuende. Sie hatte tatsächlich durchgehalten. Wenn ich den Polizisten erzähle, was wir gemacht haben, dachte Max, dann wäre es vorbei mit dem Geschrei des Kleinen. Dann würden sie ihr das Kind wegnehmen, es ins Heim stecken oder so. Dann könnten sie noch ein paar Tage Spaß miteinander haben, bevor er weggehen würde. Aber er hatte kein Bock auf den Ärger, das würde den Spaß nicht aufwiegen, da war es einfacher, sich eine andere Frau zu suchen.

Der Mann im Overall bekam das Auto innerhalb von einer halben Minute auf. Mandy schrie auf, als die Tür aufging, das hörte Max bis hierher. Sie beugte sich ins Auto und riss das Kind heraus, umarmte es so heftig, dass sie es fast zerdrückte. Die Polizistin ging dazwischen, versuchte, Mandy zu beruhigen. Sie spielt das zu gut, dachte Max plötzlich. Vielleicht hatte das gar nichts mit ihm zu tun, dass sie getan hatte, was er von ihr verlangte. Der Gedanke war komisch, dass sie es getan haben konnte, um ihre Liebe zu dem Kind zu spüren.

Max zog sich noch weiter zurück ins Gebüsch.

Dienstag, 11. Juli 2006

"Kind schließt sich ein" (Überschrift aus dem Weser-Kurier vom 11. Juli 2006)

Es ist so heiß, denkt Mandy Schulz. Ihre verschwitzten Füße quietschen in den Flip-Flops. Sie geht breitbeinig, damit ihre Schenkel nicht weiter gegeneinander scheuern. Mandy weiß, wie sie aussehen werden, rot und wundgescheuert. Sie wird Puder darauf tun, wenn sie zuhause ist.

Nein, Luca, sagt sie.

Das Kind schiebt die Unterlippe nach vorn, aber er weint noch nicht. Seine wässrig blauen Augen starren unbeweglich zu ihr, als schätze er genau ab, wie weit er gehen kann. Mandy nimmt ihm die Packung mit den Tampons aus der Hand.

Nein, sagt sie noch mal, sie will, dass ihre Stimme energisch klingt, aber sie hört selbst die Müdigkeit. Keine Schwäche zeigen, flüstert sie beschwörend, nicht vor dem Kind.

Sie schiebt den Einkaufswagen weiter über den brütend heißen Parkplatz. Sie ärgert sich, dass sie nicht näher am Eingang geparkt hat. Sie nimmt immer den erstbesten Parkplatz, und später ärgert sie sich darüber.

Das Kind lacht. Sie sieht zu ihm, seine Augen starren immer noch zu ihr, seine Unterlippe klebt vor der Oberlippe. Mandy ist sich sicher, dass sie sich das Lachen nicht eingebildet hat.

Was lachst du, fragt sie.

Nicht, sagt sie dann zu sich, so sollst du nicht mit ihm sprechen.

Keine Schwäche zeigen, genau so hat die Frau im Fernsehen das auch gesagt. Sie dürfen vor dem Kind keine Schwäche zeigen, und die Frau, der sie helfen sollte, hatte geweint währenddessen, sie war schwach gewesen und verachtenswert, und die Kinder hatten mit Cornflakes nach ihr geworfen.

Du nicht, sagt Mandy laut. Sie seufzt erleichtert, als sie das Auto erreichen. Es steht natürlich direkt in der Sonne. Mandy glaubt, dass sie es im Schatten geparkt hat, aber sie ist sich nicht sicher. Es ist auch nichts in der Nähe, was Schatten hätte werfen können.

Dann ist es eben heiß, sagt sie trotzig, heiß ist es sowieso.

Es ist, als ob es schon seit Monaten so heiß ist. Das ist Quatsch, das weiß Mandy, trotzdem fühlt es sich so an. Sie schließt das Auto auf, öffnet die hintere Tür, wirft den Schlüssel nach vorn auf den Beifahrersitz. Sie wischt die Krümel aus dem Kindersitz in den Fußraum.

Sie dreht sich um zu dem Kind. Jetzt kommt der schwierigste Teil. Wenn ich nur nicht so schwitzen würde, dachte sie, obwohl sie wusste, dass es nichts damit zu tun hatte. Sie mochte es einfach nicht, das Kind hochzuheben, aber anders ging es nicht, das konnte das Kind noch nicht, allein aus dem Einkaufswagen klettern.

Jetzt grinste er. Seine Augen waren unbewegt dabei. Sie musste immer an diesen Film denken, wenn sie das Kind sah, mit den Kindern, die von Außerirdischen gezeugt worden waren. Vielleicht war Ben ein Außerirdischer gewesen, dachte sie plötzlich, der Gedanke erregte sie, dass etwas an ihm außergewöhnlich gewesen sein könnte. Dass sie selbst so auch etwas Außergewöhnliches an sich hätte.

Trotzdem hätte sie lieber ein normales Kind. Ein Mädchen, dem sie hübsche Kleider anziehen könnte. Wenn sie Luca ein Kleid anzog, dann riss er es sich gleich vom Leib, als wüsste er viel besser als sie, dass das nicht gut für ihn war, in Kleidern herumzulaufen.

Mandy atmet tief durch. Jetzt, sagt sie, sie greift beherzt zu, sie ignoriert seinen Blick und sein Schweigen, sie hält ihn am ausgestreckten Arm, soweit es geht, hofft, dass seine Beine und Arme irgendwie ihren Platz finden würden in dem Kindersitz. So, sagt sie triumphierend, und schnallt ihn mit dem Gurt fest, dass er sich nicht mehr rühren kann.

Sie wirft die Tür zu. Sie betrachtet das Auto, den Schlüssel auf dem Beifahrersitz. Sie erinnert sich, wie heiß es in dem Auto ist. Das Kind starrt ungerührt geradeaus.

Keine Schwäche zeigen, denkt sie.

Montag, 10. Juli 2006

Eine Frage zum Stolz

Spätestens seit der Fußball-WM geht es beim Fußballgucken nicht mehr um Fußball. Es geht um Emotionen, auch ganz offiziell. Fußball ist unsere Religion, Fußball ist der Spiegel auf unser Leben. Na gut, dann gucke ich jetzt mal durch diesen Spiegel auf mich selbst.

Als ich zwei Tage vor dem Spiel gegen Portugal (auch Spiel um die goldene Ananas genannt) zum ersten Mal davon gehört habe, dass Oliver Kahn dieses Spiel machen sollte, war meine Reaktion eindeutig. So ein Almosen, wie demütigend, das würde ich ja nie machen an seiner Stelle, dieses Angebot anzunehmen. Schließlich hätte ich meinen Stolz, dachte ich stolz. Abgesehen davon, dass ich nie in einer vergleichbaren Situation gewesen bin - ich hätte mich durch meinen Stolz um den Lohn meiner jahrelangen Arbeit gebracht. Olli Kahn hat sich mit diesem letzten Einsatz ein Denkmal gesetzt, ein größeres vielleicht, als wenn er als Nummer Eins Weltmeister geworden wäre. Olli Kahn ist endgültig vom Affen zum Menschen mutiert. Da ging es nicht um sportlichen Erfolg, um sportliche Leistung, da ging es um menschliche Größe, um die Erfahrung, plötzlich, unabhängig vom Sportlichen von den Fans geliebt zu werden.

Das hätte mein Stolz verhindert. Was verhindert er noch alles?, frage ich mich seitdem.

von: kanya in: kanyas welt

Sonntag, 9. Juli 2006

Und nun?

Irgendwie ist der Gedanke an morgen unheimlich. Morgen ist alles vorbei. Keine Fußball-WM. Unsere Stars sind im Urlaub - verstreut in alle Winde. Ein paar Diskussionen noch - bleibt Klinsi, wären wir Weltmeister geworden, wenn Frings im Halbfinale nicht gesperrt worden wäre, werden wir jetzt 2010 Weltmeister? Zwei, vielleicht drei Tage können wir uns damit vielleicht über Wasser halten, können uns noch ein bisschen auf die Schulter klopfen - Weltmeister der Herzen, Weltmeister im Weltmeisterschaft austragen. Aber dann... dann ist es unwiederruflich vorbei, und die nächste WM kriegen wir frühestens in 30 Jahren. Das ist eine verdammt lange Zeit. Vielleicht gibts zwischendurch noch eine Europameisterschaft oder Olympische Spiele. Aber lässt sich mit dieser wagen Hoffnung unsere Seele nähren. Tatsache ist, dass wir in den Alltag zurückmüssen - und das geradewegs im Sommerloch. Wir werden uns mit der 4. Wiederholung einer ZDF-Schmonzette den Abend vertreiben müssen - wohl kaum ein Anlass für Public Viewing. Und die Tour de France kann dieses Loch in diesem Jahr auch nicht füllen, präsentiert sie sich doch als bodenloses Schlammloch in der Dopingschlacht.

Tja, da müssen wir uns wohl mit uns selbst beschäftigen. Man könnte ja mal wieder selbst Sport treiben. Oder sich verlieben. Oder einfach nur im Biergarten sitzen - ohne Kampf um die beste Sicht auf den Fernseher. Summer in the city. Als Gesprächsthema bietet sich zur Abwechslung das Wetter an, dass in letzter Zeit irgendwie unbeachtet blieb.

Und im September ist das erste Spiel zur EM-Qualifikation...

von: kanya in: kanyas welt

Donnerstag, 6. Juli 2006

Funkstille

Es gibt ja auch Tage, über die lässt sich einfach nichts sagen. Ich glaube, dass solche Tage vermehrt an Donnerstagen auftreten. Ist auch gar nicht schlimm. Es sind keine schlechten Tage, diese Donnerstage, nur Tage des Donners sind sie nicht, nicht für mich. Es sind oft Tage, an denen ich viel schaffen kann, an denen die Arbeit gut von der Hand geht, auch von der Hand gehen muss, denn das Wochenende naht. Tage vielleicht, die sich mit den Sachen selbst beschäftigen, ganz unmittelbar und produktiv, aber unkommentiert.

Heute ist so ein Tag. Donnerstag. Vielleicht kommen die angekündigten Gewitter ja bis Bremen. Dann wird der Donnerstag auf diese Art und Weise seinem Namen gerecht.

von: kanya in: kanyas welt
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